Programm

24.9., 19:30 Uhr – LETTRÉTAGE

Daniel Falb: SVALBARD PAEM
Das audiovisuelle Langgedicht LYRIKLINE.ORG untersucht Formen der Verschiebung und Disartikulation zwischen Stimme und Schrift, Same und Organismus, Potenzial und Akt, die sich an heute immer avancierteren Technologien des Aufzeichnens und Archivierens entzünden.

Enis Maci: SCHWALBENMILCH
Es geht um die Toten und die Lebendigen, um die Heldinnen der Randzonen und ihre Feinde. Es geht um Bardamen und Geschwüre, ums Loben und Klagen und Verzagen.

Anja Utler: KOMMEN SEHEN
„kommen sehen. Das Loblied singen“ spricht aus einer zukünftigen postapokalyptischen Gesellschaft. Im Versuch weiterzugeben, was ihrer Ansicht nach über das Geschehene und überhaupt zu sagen – was zu besingen – wäre, redet eine alte Frau zu ihrer Familie, redet auf sie ein, Verschiedenes heraus, versucht die Tochter immer wieder zum Hören zu überreden.

Sonja vom Brocke: WENN ICH DIE NIESWURZ BIN, WER IST DER PFLÜCKER?
Blumengram und Menschenstuss. Im Matsch der Differenzen.

Das anschließende Gespräch moderiert Peer Trilcke.

25.9., 19 Uhr – DOCK 11

Michael Fehr: LEUCHTENDE GESICHTER/POTREMTLEK LANGTANG/UMS HAUS HERUM IST STILL
Ich erzähle drei brandneue, sowohl halluzinative und spirituelle wie auch brisante und taffe Geschichten, wobei wichtig ist, dass die Geschichten im richtigen Licht erscheinen, wobei ich mit Licht wirklich lediglich Licht meine.

Mara Genschel: ÜBUNGEN AUS EINEM ANDEREN JAHRTAUSEND
Falls ich mich daneben benehme: ich tue es mit voller Absicht.

Martina Hefter: ES KÖNNTE AUCH SCHÖN WERDEN
Dreimal die Woche sitze ich im Pflegeheim am Bett meiner Schwiegermutter. Darüber habe ich diese Performance gemacht. Hätte ich lieber etwas anderes gezeigt? Das kann ich gar nicht mehr beurteilen. Liegt die einzige Möglichkeit, überhaupt noch künstlerisch zu arbeiten, darin zu thematisieren, was mich vom künstlerischen Arbeiten abhält?

Tabea Xenia Magyar: OH BOY
„Oh Boy“ zelebriert Spielarten der Obsession. In der Verletzlichkeit des Herzraums scheinen dessen Größe und Glamour auf – ein Ort, wo Stille wuchert, der Himmel wie eine Kartonattrappe kollabiert und Geister echt sind.

Das anschließende Gespräch moderiert Josepha Conrad.

26.9., 19:30 Uhr – AUSLAND BERLIN

Christiane Heidrich: POEM FOR BODY AND WIRELESS SPEAKERS
Um Performance zu sagen, schaue ich zum Hotel. Ich mache einige Schritte nach vorn und frage nach der Handlung. Was zurückkommt, ist bereits aufgeteilt. Sie hat schon gesprochen.

Hieu Hoang/Senthuran Varatharajah: UND WIR WERDEN UNS DAS HALBIERTE AUGE ZERSTÖRT HABEN AM GRUND DER BILDER
Eine Reflexion über Sprache und Tod: Was heißt es, im Krieg geboren worden zu sein, aus ihm zu kommen? Wie prägt er die Sprache?

Rike Scheffler: A GLASS OF WATER
Ob als Symbol für Leben, Vergänglichkeit, Transformation oder Spiritualität: kaum ein anderer Stoff zeigt die Verbundenheit aller Lebewesen stärker und gleichzeitig subtiler. Monologe von Wasser werden zum kollektiven Akt, zur Installation.

Max Wallenhorst: MÄNNLICHKEIT UND TRAURIGKEIT UND KITESURFEN
Ich kann jetzt nicht mehr sagen, wie der Körper mich mit mitschleift, wenn er das Betreten dieses Raums mit der Besetzung dieses Raums verwechselt. Ein Karaoke-Essay über literarisch softe Cis-Männlichkeit und dann kommt etwas, ich noch nicht singen kann.

Das anschließende Gespräch moderiert Daniela Seel.