Enis Maci: „Ich stehe auf unsicherem Grund, aber da steht es sich ganz gut.“

In Vorbereitung auf KOOK.MONO habe ich allen 12 Autor*innen dieselben vier Fragen gestellt. Das sind Enis Macis Antworten:

1. Wie kommst Du mit den Proben voran? An welchem Punkt des Probenprozesses stehst Du gerade?

Ich stehe, natürlich, auf unsicherem Grund, aber da steht es sich ganz gut.

2. Welche Chancen siehst Du im performativen Format im Bezug auf Deine eigene künstlerische Arbeit?

Als Dramatikerin: Alle.

3. Welchen Stellenwert hat das Sprechen in Deinem Stück? Und welchen die Schrift und das Szenische? Gibt es einen Schwerpunkt?

Weil ich versuche, mich mithilfe aufnotierten Texts einer im Grunde strikt mündlichen Form zu nähern, ist das Verhältnis zwischen Schreiben und Sprechen zentral für mein Stück. Wie kann man versuchen etwas schriftlich in eine Form zu bringen, die eigentlich nur das Weitersagen, das Auswendiglernen und das Singen als ihre Modi kennt? Wie kann ich mich, allein, ins Verhältnis setzen zu einer Form, die eigentlich und zwangsläufig viele Sprecher voraussetzt, die genau genommen stehende, wogende Sänger sind? Mein einer Körper in einem leisen, abgedunkelten Saal gegen ihre vielen Körper, gegen das Helle und Laute ansingend und mit ihm – was bedeutet dieses scheinbare Missverhältnis für meine Arbeit? Das sind Fragen, die ich mir stelle, die ich nur in Ansätzen beantworten kann, und die damit meinen Antrieb darstellen.

4. Was würdest Du Deinem Publikum gerne mitgeben?

Viel Spaß.