Tabea Xenia Magyar: „Ich finde es hilfreich, mich als Zuschauerin von der Idee zu lösen, dass ich etwas verstehen muss.“

In Vorbereitung auf KOOK.MONO habe ich allen 12 Autor*innen dieselben vier Fragen gestellt. Das sind Tabea Xenia Magyars Antworten:

1. Wie kommst Du mit den Proben voran? An welchem Punkt des Probenprozesses stehst Du gerade?

Am Wochenende habe ich das Stück im ada Studio Berlin aufgeführt. Es waren zwei Abende, die Premiere war ganz in Ordnung und der zweite Abend richtig toll. Bis dahin war ich nicht sicher wie stark ich das Stück nochmal überarbeiten würde – bzw. wie unfertig es in den ada Studios sein würde. Es hat sich aber herausgestellt, dass die Dramaturgie ziemlich rund ist und das Material funktioniert. Diese Woche verfeinere ich Details und übe das Material noch ein bisschen. Ich spreche mit Leuten, die das Stück gesehen haben und entscheide, welches Feedback ich für die Aufführung im Dock11 berücksichtigen möchte.

2. Welche Chancen siehst Du im performativen Format im Bezug auf Deine eigene künstlerische Arbeit?

Meine Arbeit ist eigentlich immer performativ…

3. Welchen Stellenwert hat das Sprechen in Deinem Stück? Und welchen die Schrift und das Szenische? Gibt es einen Schwerpunkt?

Mein Stück ist ein Tanzstück, eine Performance. Ich habe mit Lilli Thießen zusammengearbeitet. Sie ist bildende Künstlerin und hat für mein Stück Kostüm- und Bühnenbild gemacht. Der Raum ist sehr minimalistisch eingerichtet, aber hat den Charakter einer Installation. Und dann gibt es eine Bühnenfigur mit einer starken Performativität, die in diesem Raum Dinge erlebt und durch das Stück hindurchgeht.
Für das Stück habe ich neuen Text geschrieben und auch mit Sound gearbeitet. Ich habe viel daran gearbeitet wie ich den Text lese, aufnehme, im Stück plaziere und wie andere Klänge da mitschwingen.
Ich lese auch Texte aus einem Fachbuch vor und das Buch selber ist eine Art „Marker“ im Stück. Für mich sind diese Dinge nicht aus dem Stück wegzudenken. Ich finde es schwierig, einzelne Elemente nach ihrer Wichtigkeit zu kategorisieren. Ich sehe es eher so, dass sie alle zum Funktionieren des Stückes beitragen. Dabei ist unentscheidend, wie viel oder wie wenig davon vorkommt.

4. Was würdest Du Deinem Publikum gerne mitgeben?

Hm. Eigentlich nichts, was für diese Arbeit spezifisch wäre. Ich finde es hilfreich, mich als Zuschauerin von der Idee zu lösen, dass ich etwas verstehen muss. Ich achte eher darauf, was Sachen mit mir machen, wie sie auf mich einwirken. Und als Künstlerin freue ich mich über Feedback.