Christiane Heidrich: „Es gibt eine Ebene, auf der das Sprechen stattfindet, und eine Ebene, auf der die Bewegungen stattfinden.“

In Vorbereitung auf KOOK.MONO habe ich allen 12 Autor*innen dieselben vier Fragen gestellt. Das sind Christiane Heidrichs Antworten:

1. Wie kommst Du mit den Proben voran? An welchem Punkt des Probenprozesses stehst Du gerade?1.

In der letzten Woche hat eine Freundin mit mir u.a. das Kostüm ausgearbeitet. Von dort aus hat sich einiges noch mal verändert und auch beschleunigt.

2. Welche Chancen siehst Du im performativen Format im Bezug auf Deine eigene künstlerische Arbeit?

Der Bezug zum Performativen spielt für mich bereits auf Textebene eine große Rolle. In meinen Texten stehen oft sprechende, handelnde Körper (oder Körperteile, Objekte, Räume …) in einem beweglichen Verhältnis zueinander. Die Art, wie sie sich im Text beschreiben oder beschrieben werden, ist die Art, wie sie sich im Text herstellen oder hergestellt werden. Und diese Herstellungen finden häufig durch den Filter von Darstellungsweisen statt, die anderen Formen wie dem Film, der Bildenden Kunst oder dem Theater entnommen sind, wobei mich das Auftauchen des Performativen darin besonders interessiert. Von der Auseinandersetzung mit Performance als künstlerischer Form und mit Performativität im Sinne der Sprechakttheorie erhoffe ich mir ein anderes Denken, Sprechen und Wahrnehmen von Körpern und ihren Verhältnissen zueinander, im Text und darüber hinaus.

3. Welchen Stellenwert hat das Sprechen in Deinem Stück? Und welchen die Schrift und das Szenische? Gibt es einen Schwerpunkt?

Das Sprechen und das Szenische stehen im Mittelpunkt. Es gibt eine Ebene, auf der das Sprechen stattfindet, und eine Ebene, auf der die Bewegungen stattfinden. Beide verlaufen eher unvermittelt parallel zueinander.

4. Was würdest Du Deinem Publikum gerne mitgeben?

Nichts Bestimmtes. Oder: Dass es nichts Bestimmtes erleben muss während meines Stücks.